Lohnabrechnung Schweiz

Lohnabrechnung in der Schweiz: Komplexer als in Deutschland

Es klingt interessant und verlockend: Bei einem Jobangebot in der Schweiz, fällt einem sofort das höhere Gehalt am Ende der Lohnabrechnung auf. Aber, auch in der Schweiz bleibt man vor Abzügen vom Gehalt leider nicht verschont. Der Unterschied zu Deutschland ist aber der, dass diese Abzüge weitaus geringer ausfallen und mehr Netto übrigbleibt. Allgemein sind die Gehaltssysteme in der Schweiz nicht so starr wie in Deutschland. Mit persönlichem Verhandlungsgeschick kann man hier viel rausholen. Auch deshalb ist das Auswandern in die Schweiz so beliebt.

Die Berechnung des Nettolohns und auch die verschiedenen Bezeichnungen und Abkürzungen auf der Lohnabrechnung richtig zu verstehen, sind am Anfang schwierig und für Neulinge nicht ganz einfach.

Lohnabrechnung Schweiz- Erklärung der Abkürzungen

  • AHV- Alters und Hinterbliebenenversicherung
    Die Einnahme, die für die momentanen Rentner benötigt wird. 1. Säule im Schweizer Rentensystem
  • IV- Invalidenversicherung
    Für den Fall einer Berufsunfähigkeit
  • EO- Erwerbsersatzordnung
    Für Militär- und Zivildienstausfälle; Mutterschaftsurlaub
  • ALV- Arbeitslosenversicherung
    Im Fall einer Kündigung oder Arbeitslosigkeit. Bis zu 70% des versicherten Verdienstes erhält man dann, auch wenn man selbst kündigt. Der Anteil beträgt 2,20% vom Brutto, bis 148.000 Franken. Arbeitgeber und Angestellter teilen sich diesen Beitrag.
  • NBUV-Nichtberufsunfallversicherung
    Eigenanteil für die zeit außerhalb der Arbeit. Diese Versicherung greift bei Unfällen außerhalb der Arbeit und ist sogar mehr wert als die normale Krankenversicherung, da sie mehr Leistungen abdeckt. Bei mehr als acht Stunden Arbeitszeit in der Woche, ist man automatisch über den Chef versichert. Der Anteil ist von der Berufsgruppe und dem Gehalt abhängig.
  • UVG- Unfallversicherungsgesetz
    Für Betriebsunfälle und Arbeitskrankheiten. Steht zusammen mit der NBUV auf der Lohnabrechnung.
  • KTG- Krankentagegeldversicherung
    Wichtig bei einer Arbeitsunfähigkeit (Krankheit, Unfall, Schwangerschaft). Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, diese abzuschließen. Diese Versicherung garantiert über das gesetzliche Minimum hinaus, die Lohnfortzahlung. In der Regel 80% bei 720 Tagen. Der Anteil beträgt meist zwischen 0,4 und 0.6% vom Bruttogehalt.
  • Pensionskasse
    2. Säule im Rentensystem, Chef und Arbeitnehmer teilen sich den Beitrag. Die Höhe richtet sich nach dem Arbeitgeber und dem Alter des Arbeitnehmers. Unter 25 sind die Beiträge niedriger.
  • Quellensteuer
    Für Ausländische Arbeitnehmer ohne C Ausweis. Vergleichbar mit der deutschen Lohnsteuer und wird jeden Monat direkt vom Arbeitgeber abgezogen und an die Steuerbehörde geleitet. Maßgebend hierfür ist der Wohnsitz, der Status, die Anzahl der Kinder, ob man Kirchenmitglied ist und von der Einkommenshöhe.
  • Kirchensteuer
    Fällig nur, wenn man in der Kirche ist

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